Im Blog Limburg-Mangu schreibe ich über meine Aufenthalte in Kenia, speziell in dem kleinen Ort Mang'u, der sich ca 50km nördlich
von Nairobi befindet.
Mang'u besteht hauptächlich aus einer langen Strasse, auf deren beiden Seiten sich, meist hinter Maisanpflanzungen, die Häuser
der dort lebenden Familien befinden. Weiter gibt es noch an einer Strassenkreuzung einen kleinen Marktflecken mit Obst- und
Gemüseständen, einem Metzger, einem Friseur, einer kleinen Tankstelle, einer Art Baumarkt einem Kiosk und einem Internet Cafe.
Daneben sind hier auch noch einige Schulen angesiedelt.

Achja...eine Kneipe gibts auch noch.

Samstag, 23. Februar 2013

Wahlkampf in Kenia 2013

Das Jahr 2013 ist in Kenia ein Superwahljahr. Am 4. März wird nicht nur ein neuer Präsident gewählt, sondern auch die Parlamentsabgeordneten, die Gouverneure, die Vertreter in den 47 Counties, 47 Senatoren und Frauenvertreter. Die Wahl eines neuen Präsidenten ist natürlich das Hauptthema in den Medien. Es vergeht kein Tag, an dem nicht über die Wahlveranstaltungen im ganzen Land berichtet wird. Im TV, auf den wichtigsten Fernsehkanälen gleichzeitig, wurde die erste Präsidentendebatte live ausgestrahlt. Nach einer kurzen Vorstellung der acht Kandidaten, wurden sie zu den wichtigsten Themen befragt. Schulbildung, Gesundheitswesen, Sicherheit und Arbeitslosigkeit. Hier waren sich alle Kandidaten recht einig, daß in diesen Bereichen großer Aufholbedarf besteht. Ein kontroverses Thema war der Internationale Gerichtshof (ICC) und das Verfahren gegen einen der Kandidaten (Uhuru Kenyatta) und seinen Vice (William Ruto). Beiden wird vorgeworfen, für die gewalttätigen Unruhen nach der letzten Wahl 2007/2008 verantwortlich zu sein. Trotzdem ist Uhuru Kenyatta, der Sohn des ersten Präsidenten Jomo Kenyatta, der Kandidat, der nach den letzten Umfragen Kopf an Kopf mit Raila Odinga liegt. Ansonsten ist der Wahlkampf nicht viel anders als bei uns auch. Es werden viele Wahlversprechen gegeben und die Kandidatinnen für die Frauenvertreter fahren durch ihre Wahlbezirke und verteilen Gelder an Frauenselbsthilfegruppen. Plakate werden an alle möglichen und unmöglichen Stellen geklebt. Auch Verkehrshinweisschilder werden gerne überklebt.


Lautsprecherwagen fahren, wie bei uns in den 50er / 60er Jahren, durch die Ortschaften und verbreiten die Parolen der Kandidaten.


Ab und zu sieht man auch einen der lokalen Kandidaten auf der Durchfahrt aus seinem Wagen heraus den Anwohnern zuwinken.


Hier noch ein kurzes Video mit zufälligen Eindrücken in der näheren Umgebung.

 
 
Update
Eines ist aber unübersehbar, alle wollen diese Wahl in Frieden durchführen. Dazu wurde sogar eine Fernsehsendung produziert, die eine Wahl mit allen möglichen Intrigen zeigt und wie man als Bürger in Kenia handeln soll, wenn man solche Aktivitäten im realen Leben sieht.
Auf dem Weg ins Internet Cafe kam ich noch an diesem Stand einer kenianischen Tageszeitung
(The Standard) vorbei, die hier für friedvolle Wahlen Werbung machen.